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Hanfsamen – Ein Juwel der Nahrung

05.07.2018 11:00

Hanfsamen − das trendige Superfood. Nicht nur Veganer kennen seine Vorzüge. Inzwischen findet Hanf seine Anhänger auch bei einem breiteren gesundheitsbewussten Publikum wie etwa Sportler. Hanfsamenöl besitzt ein ideales Fettsäure-Verhältnis von Omega-3 zu Omega‑6, Hanfsamenprotein hingegen überzeugt mit seinem hohen Proteingehalt.

Auch wir sind von den geschmacklichen und gesundheitlichen Vorzügen des Hanfs begeistert. In Marbach pressen wir aus den Samen der in Österreich angebauten Nutzpflanzen-Sorte Finola wertvolles Hanfsamenöl. Die dabei entstandenen Presskuchen vermahlen wir fein zu hochwertigem Hanfsamenmehl und –protein.


Hanfsamenöl

Das hochwertige Hanfsamenöl wird aus den ungeschälten Pflanzensamen gewonnen. Es ist dunkelgrün und besitzt einen heuartigen, nussigen Geschmack. Das volle Aroma und seine Wirkung entwickelt das Öl vor allem durch die schonende Kaltpressung. 

Das Fettsäure-Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 ist mit 3:1 in jeder Hinsicht ideal. 

Für die menschliche Ernährung sind speziell die im Öl enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren von größerer Bedeutung:

  • Linolsäure und Alpha-Linolensäure (ALA) sind für den Menschen essenzielle Omega-n-Fettsäuren
  • Gamma-Linolensäure ist eine in Speiseölen selten vorkommende Omega-6-Fettsäure

Der Gehalt von Gamma-Linolensäure in Hanfsamenöl ist mit bis zu 4 g / 100 g bemerkenswert hoch. Hanfsamenöl ist zudem die perfekte Zutat in Salaten, Dressings sowie Rohkostgerichten.

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Hanfsamenmehl und –protein

Hanfsamenmehl und -protein werden aus dem Presskuchen des kaltgepressten Öls gewonnen. Das Mehl ist reich an Ballaststoffen sowie Antioxidantien, das Hanfprotein weist einen Proteingehalt von bis 50% auf. Beide Produkte sind zudem glutenfrei.

Für Sportler interessant ist die gute Bioverfügbarkeit des Proteins. Der Körper nimmt es ausgesprochen gut auf, da es dem menschlichen Protein sehr ähnlich ist.

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Geschichte des Hanfs und dessen Nutzen

Bereits um 2800 v. Chr. sind in China Hanffasern zu Seilen verarbeitet worden. Im Mittelalter spielte er eine große Rolle in der Textilverarbeitung. Mit dem Einzug der Baumwolle, der Seide und später der Kunstfaser ist Hanf verdrängt worden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Anbau von Hanf in vielen Staaten aufgrund des Betäubungsgesetzes verboten. Er galt als illegale Droge. Selbst THC-freie Pflanzen waren nicht erlaubt. Inzwischen hat sich die Rechtslage zugunsten des Hanfs verändert mit dem Resultat, dass seit 1990 die Anbaufläche des Nutzhanfs wieder kontinuierlich zunimmt.

Nutzhanf ist gerade auch wegen seiner Eigenschaft, stets nachzuwachsen, ein beliebter Rohstoff. Der Anbau ist problemlos und es müssen keine Herbizide eingesetzt werden. Hanf produziert eine hohe Biomasse und dient als Bodenlockerer. Die Pflanze ist anspruchslos und benötigt wenig Wasser, da ihre Wurzeln bis 3 Meter in den Boden wachsen und tiefe Wasservorräte anzapfen können. Ebenfalls ist Hanf unempfindlich und übersteht Bodenfröste bis −5 °C.